Babo Blue – Blaues Bier

Blaues Bier? – WTF war meine erste Reaktion – aber das gibt es tatsächlich. Patrick, Robin, Kaspar, Ludwig und Josef haben mit ihrer Entwicklung eines neuen Biermischgetränkes den Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel der TU München gewonnen und gehen jetzt mit Babo Blue in Produktion. Wir haben die Jungs getroffen und mit ihnen über den Erfolg ihrer Idee und die Brauer-Szene in Bayern gesprochen und durften natürlich auch eine Flasche des blauen Bieres probieren.

Über Euch?

Wir sind Patrick, Robin, Kaspar, Ludwig und Josef, fünf Studenten von der TU München. Wir studieren an der Zweigstelle Weihenstephan Brau- und Getränke-Technologie bzw. Lebensmitteltechnologie. Ludwig und Josef sind außerdem gelernte Brauer, Josef hat bei Augustiner gelernt und Ludwig bei Gutmann.

Über Euch und München?

Aus München direkt stammt keiner von uns. Drei sind aus Bayern, Robin kommt aus Köln und Kaspar aus Ludwigshafen. Durch das Studium hat uns München als Stadt verbunden und Fans des FC Bayern München sind einige von uns auch 😉

Euer München. Eine Empfehlung?

Joggen durch den Englischen Garten, die Wiesn natürlich und die spannende Barszene in München. Unsere Lieblingsbars sind die Goldene Bar, Les Fleurs du Mal, Pussers Bar oder das Mr. Mumbles.

Wie kommt man darauf, blaues Bier zu brauen?

Kennengelernt haben wir uns im Praktikum Produktentwicklung und uns gleich gut verstanden. Im Rahmen des Praktikums musste man ein neues Produkt entwickeln – da ist die erste Idee fürs Babo Blue entstanden. Zeitgleich lief der Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel der TU München und dort haben wir uns einfach angemeldet. So konnten wir unser Produkt und unsere Idee weiterentwickeln. Im Rahmen des Wettbewerbs gab es Workshops, Partner für Rohstoffe und tolle Unterstützung.

Bei dem Wettbewerb gibt es drei Kategorien: Bier, Biermischgetränke und alkoholfreie Getränke und wir haben in der Kategorie Biermischgetränke gewonnen. Der Preis ist die weitere Betreuung durch die Uni und die einmalige Möglichkeit größere Mengen am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie kostenfrei zu produzieren.

Woraus besteht euer Bier?

Genau gesagt ist es ein Biermischgetränk, da muss man aufpassen ;-). Wir haben uns zuerst überlegt, was es auf dem Biermarkt noch nicht gibt und sind dann schnell bei der Farbe blau gelandet. Also haben wir ein wenig herum experimentiert und sind dann relativ schnell bei blauen Beeren als geschmacksgebende Zutat gelandet, welche die blaue Farbe auch sensorisch unterstreichen sollen. Der Alkoholgehalt liegt bei moderaten 2,9 %, ist also vergleichbar mit einem Radler.

Wer ist eure Zielgruppe?

Entwickelt haben wir Babo Blue für junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren, die gerne unterwegs und in Gesellschaft sind. Es passt zum Ausflug an den See und auf Partys. Generell ist es eher ein Sommergetränk passend zu Sonne und blauem Himmel.

Was bekommt ihr für Reaktionen?

Überwiegend positive und vor allem für uns auch überraschende Reaktionen. Uns ist großes mediales Interesse entgegengeschlagen unter anderem von einigen Zeitungen und vom Fernsehen. Letzte Woche waren wir auf der Braumesse in Nürnberg, wo uns auch positive Reaktionen aus der Brauer-Szene entgegenkamen. Besonders freuen wir uns über die Zustimmung von Traditionalisten, die uns sagen, dass wir ein rundes und geschmacklich ausgereiftes Produkt gemacht haben.

Collage-Blaues-Bier

Wie kamt ihr auf den Namen?

Während dem Wettbewerb im November 2013 gab es die Wahl zum Jugendwort des Jahres – Babo – da war klar Babo Blue ist passend zur Zielgruppe, kurz, prägnant und eine gute Alliteration.

Wo kann man Babo Blue kaufen?

Leider im Moment noch nirgends aber nächste Woche starten wir mit dem Brauen und werden dann Anfang Februar auf dem Markt sein. Wir werden Kooperationen mit einigen Online-Shops haben und Babo Blue in Craft-Beer-Stores, regionalen Bars und auch in Köln verkaufen, woher wir schon einige Anfragen haben.

Wollt ihr jetzt mit dem blauen Bier die Welt erobern? Zukunftspläne?

Wir produzieren jetzt im ersten Schwung erstmal 40.000 Flaschen und sehen dann wo das Ganze hingeht. Wenn es gut läuft könnten wir uns auch mittelfristig vorstellen, andere Farben auszuprobieren.

Ihr findet Babo Blue im Web, auf Facebook, Instagram und Twitter.

Natürlich habe ich es mir nicht entgehen lassen, das Babo Blue zu testen. Es schmeckt frisch, fruchtig, leicht und überraschend anders – kann ich mir gut im Sommer an der Isar oder als Radler-Alternative vorstellen – und man hat danach eine blaue Zunge 😉

Danke für das Interview Jungs und viel Erfolg!

Alle Bilder ©Studienfakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie der TU München